Prävention gegen Gewalt – eigene Grenzen wahrnehmen und Grenzen setzen

30 ehrenamtlich Mitarbeitende der Ökumenischen Telefonseelsorge Untermain setzten sich an einem Fortbildungsabend mit dem Wahrnehmen eigener Grenzen auseinander. Frau Sandra Bauer-Böhm, Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungstrainerin und Leiterin der Ökumenischen Bahnhofsmission in Aschaffenburg, leitete als Referentin des Abends dazu Paarübungen zu Grenzwahrnehmung an. Auf dieser Grundlage erarbeiteten die Mitarbeitenden mit Frau Bauer- Böhm Möglichkeiten der Grenzsetzung mit Worten, Gesten und Körperhaltung. „Ich merke, dass ich meine Grenze erst im Nachhinein spüre!“, war eine Rückmeldung, andere freuten sich, dass sie eigene Grenzen immer besser setzen können. Alle nahmen den Mut mit, das Geübte umzusetzen.

Die Fortbildung fand im Rahmen der Prävention gegen Grenzüberschreitungen in der Telefonseelsorge Untermain statt. Die Mitarbeitenden der Telefonseelsorge Untermain erarbeiten in diesem Jahr einen Leitfaden, bei dem genaue Verfahrensweisen bei Grenzüberschreitungen festgelegt werden. Transparente Strukturen können dann präventiv wirken, wenn Mitarbeitende Grenzüberschreitungen merken und sich dagegen wehren. „Wir dürfen zu unseren Grenzen stehen,“ sagte ein Teilnehmer, „jetzt liegt es an uns das auch zu tun.“

Christiane Knobling